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    Winterstarre der Griechischen Landschildkröten und Breitrandschildkröten

Die Überwinterung Europäischer Landschildkröten stellt eigentlich gar kein Problem dar. Viele "Neulinge" haben Angst Fehler bei der Vorbereitung zu begehen. Niemand muss Angst davor haben.


Leben die Schildkröten im Freiland, so bereiten sie sich selbst auf die Winterstarre (Hibernation) vor.
Sobald die Tage im Spätsommer/Herbst kürzer, kühler, feuchter und die Nächte teilweise schon recht kalt werden, sind die Schildkröten nicht mehr so aktiv wie im Sommer. Nach und nach wird die Nahrungsaufnahme eingestellt und nur noch Wasser getrunken. Die Schildkröten nutzen die letzten schönen Tage um ausgiebig Sonnenbäder zu nehmen. Dabei setzen sie Kot und Urin ab, bis der Darm entleert ist.


Ist es an der Zeit zu Schlafen, vergraben sich die Tiere und kommen nicht mehr hervor.
Die Schildkröten bereiten sich also völlig selbständig auf ihre Winterruhe vor, egal ob eine Dame im Alter von 50 Jahren oder ein 4 Monate altes Baby.

Die Aufgaben des Menschen sind:
· den Gesundheitszustand vor der Überwinterung zu überprüfen
· die Schildkröten in ihr Winterquartier zu überführen
· die Tiere während der Winterstarre zu überwachen.


Sobald die Landschildkröten nicht mehr hervorkommen werden sie ausgegraben und gewogen. Gewicht und Datum werden notiert. Die Tiere kommen danach sofort in mit feuchter Erde gefüllte Kisten. Diese Kisten werden danach bis oben mit Laub aufgefüllt. Buchenlaub eignet sich meiner Meinung nach am Besten. Es verrottet und schimmelt nicht so schnell. Jetzt können die Schildkröten in den 4° bis 6° Celsius kalten  Kühlschrank  gestellt werden.


Die Überführung der Schildkröten sollte so schnell wie möglich vonstatten gehen, d.h. fertige Kisten, Waage, Laub usw. werden vorher bereitgestellt.


Während der Winterruhe müssen die Schildkröten überwacht  und der Kühlschrank wegen des Luftaustausches regelmäßig geöffnet werden. Dabei wird das Laub kontrolliert und bei Bedarf mit Wasser besprüht, denn Testudo marginata und Testudo hermanni boettgeri benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit während ihrer Winterstarre. Ist die Luftfeuchtigkeit zu gering und das Substrat trocken, trocknen die Tiere aus und können eventuell sterben.


Nach einiger Zeit wird das Gewicht kontrolliert. Mehr als 5% sollten die Schildkröten nicht abnehmen. Für gewöhnlich tun sie das auch nicht. Tritt aber dennoch ein Gewichtsverlust auf, bitte nicht gleich sofort die Tiere auswintern, sondern Temperatur, Feuchtigkeit des Substrates und das Tier kontrollieren. Das Substrat wenn nötig, nachmals nachfeuchten und wenn die Schildkröte augenscheinlich in Ordnung ist, ruhig weiter Starren lassen. Nach einer Woche nochmals kontrollieren. Wenn nötig, engmaschige Kontrollen durchführen.  Mehr als 10% sollten die Schildkröten aber dann nicht an Gewicht verlieren. Im Normalfall verlieren die Schildkröten kein oder nur sehr gering an Gewicht und können bis zum nächsten Frühjahr ihre wohlverdiente und notwendige Ruhe halten.

Die einzigen Schildkröten, die nicht alle bis zum Frühjahr schlafen, sind die Babys. Sie halten bei mir eine "verkürzte" Winterruhe von wenigstens 12 Wochen. Schlüpflinge über 10 Gramm starren länger.

Vorbereitung zur Winterstarre bei Terrarienhaltung im Herbst

Die Vorbereitung in Terrarien  zur Winterstarre beschreibe ich hier ganz bewusst nicht. Warum? Ganz einfach:

Ich selbst verlängere die Aktivitätsphase meiner Schlüpflinge im Herbst nicht indem ich sie in Terrarien noch weiter pflege nur weil im Herbst noch gesundes Futter zur Verfügung steht oder sie  erst 9 Gramm wiegen und  für die erste Winterruhe vielleicht zu leicht sein könnten. Alle meine Landschildkröten müssen/dürfen sich im Freiland allein auf ihre Winterstarre vorbereiten.

Auch die leichtesten Tiere (unter 10 Gramm) sind in der Lage wenigstens eine 12-wöchige Winterstarre zu halten. Es muss natürlich auf die Luftfeuchtigkeit, die Temperatur und die Feuchtigkeit des Substrates geachtet werden, damit die Schlüpflinge kein Gewicht verlieren. Dies ist aber auch bei der Überwinterung älterer Tiere zu beachten.

Für mich steht im Vordergrund es den Schildkröten so leicht wie möglich zu machen. Es ist richtig, im November kann ich ihnen noch Wildkräuter anbieten, aber andererseits fällt es den Schildkröten körperlich leichter sich für ihre Winterruhe allein und auf natürlichem Wege vorzubereiten.

Fütterung der Schlüpflinge nach ihrer ersten Winterstarre

Im Februar/März stehen den Landschildkröten leider noch nicht viele Wildkräuter zur Verfügung. Dieses Manko kann man recht gut mit der Zufütterung von im Sommer gesammelten und getrockneten Kräutern ausgleichen. Auch sollte das Futter mit Testudo fibre der Firma Agrobs aufgebessert werden.

 

Folgende Salate können nach der ersten Winterstarre zusätzlich gefüttert werden falls noch nicht ausreichend Wildkräuter zu finden sind:

  • Romanasalat oder auch Römersalat genannt
  • Rucolasalat
  • Feldsalat
  • Endiviensalat

Diese Salate bekommen die Schlüpflinge nach Ihrer ersten Winterstarre nur mit eingeweichtem Testudo fibre. Siehe folgende Fotos.

 

Salat_und_Agrobs.JPG (67255 Byte) getrocknete kraeuter.JPG (72543 Byte)

Romanasalat u. Ruccola  mit Testudo fibre

getrocknete Wildkräuter

Kot.JPG (64627 Byte) Kot1.JPG (60981 Byte)

frischer Kot einer nach der ersten Winterstarre im Terrarium gehaltenen Landschildkröte.

1 Tag alter Kot. Die Fasern der getrockneten Kräuter sind zu sehen.

Harnabsatz.JPG (49662 Byte)

Frischer Harn- und Kotabsatz.

Letztendlich muss sich jeder Züchter oder Halter für die eine oder andere Art der Vorbereitung auf die Winterstarre selbst entscheiden. Das Wichtigste überhaupt ist meines Erachtens nach dass auch die Schlüpflinge der Landschildkröten ihre Winterruhe bekommen. 

Ich habe mich für die einfachere und natürliche Vorbereitung zum Wohle meiner Landschildkröten entschieden.

 

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